Wertschätzung MotivationSelbstgesteuertes, individuelles und spezifisches Lernen am Arbeitsplatz wird immer mehr Teil des Arbeitslebens. Die Grenzen zwischen Lernen und Arbeiten verschwimmen. Mitarbeiter lernen direkt das, was sie für ihre Arbeitsaufgaben jetzt benötigen. Doch das fällt nicht immer leicht: es fehlt die Zeit, die Motivation, die Ressourcen etc. Doch dies gilt es zu überwinden, um auch mittelfristig im Job erfolgreich zu sein und einen Mehrwert für das Unternehmen leisten zu können. Dabei bedeutet Lernen auch, schwierige Aufgaben oder Probleme anzugehen und sich diesen zustellen. Das kann anstrengend sein und manchmal auch nicht zu unmittelbar sichtbaren Erfolgen führen. Ein wertschätzendes Feedback zu Lernanstrengungen von Mitarbeitern kann dann die Motivation der Mitarbeiter unterstützen, sich auch komplexen Problemen zu stellen.

Wichtig: Die Anerkennung sollte sich auf den Lernprozess nicht das Lernergebnis beziehen!

Gerade beim selbstgesteuerten Lernen während der Arbeit ist es wichtig, stets die notwendige Motivation aufzubringen. Da können extrinsische Anreize wie Lob und Anerkennung von Führungskräften zum Lernengagement helfen und unterstützen. Aber auch das gute Gefühl, von anderen als qualifiziert wahrgenommen zu werden, kann motivieren. Wie die LEKAF-Studie zeigt, sind gerade für Frauen (68%) solche extrinsischen Anreize beim Lernen wichtig für die Motivation. Wertschätzung läuft bei ihnen weniger über Macht, sondern über Anerkennung von Wissen und Leistung und damit über z. B. die inhaltliche Positionierung. Schaut man sich dagegen die Generationen an, so ist die Bedeutung von Lob und Anerkennung für das Lernen bei Jüngeren deutlich höher (84 % bei 21- bis 35-Jährigen) als bei Älteren (55 % bei 51- bis 60-Jährigen). Gerade das Lob und Interesse von Führungskräften motiviert jüngere Mitarbeiter, sich mit neuen Lernthemen auseinanderzusetzen.

Wertschätzung Geschlechtsunterschiede
Ergebnisse LEKAF-Studie

Rahmenbedingungen wie eine lernförderliche Unternehmenskultur und die Unterstützung von Führungskräften leisten somit einen wesentlichen Beitrag zum Lernen von Mitarbeitern im Arbeitsalltag. Begleitung von Lernen und Lernprozessen schließt also auch die Wertschätzung des Lernens und einzelner Lernanstrengungen ein. Das muss sich nicht nur am Lernergebnis orientieren. Zum Lernen gehört, auch mal Fehler machen zu dürfen, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Nur so sind Mitarbeiter motiviert, sich auch schwierigen Aufgaben zu stellen, Herausforderungen anzunehmen und neue Dinge zu lernen. Oft müssen Probleme und Schwierigkeit kreativ, z.B. durch ausprobieren, gelöst werden. Dabei können auch Rückschläge Erkenntnisse bringen und damit Fortschritt bedeuten und sowohl Mitarbeiter als auch Unternehmen voranbringen.

Wer also Mitarbeiter motivieren möchte, selbst Verantwortung für ihr Lernen und ihre Weiterbildung zu übernehmen, sollte ihnen dazu auch die Möglichkeiten schaffen und Werte wie Wertschätzung des Lernens und eine angemessene Fehlerkultur im Unternehmen etablieren.

♦ Mehr zur Studie und LEKAF-Studie als Download

Wertschätzung motiviert
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