Die Arbeitswelt verändert sich zunehmend. Neue technische Möglichkeiten, steigende Komplexität, Globalisierung und Digitalisierung sind die Megatrends. Durch ständige Weiterentwicklungen und Innovationen wird die Arbeitswelt schnelllebiger, neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit und Kommunikation entstehen. Damit einher, gehen neue Herausforderungen für Mitarbeiter und Unternehmen. Wissen, lebenslanges Lernen und Weiterentwicklung werden immer wichtiger und zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor für schnelle Anpassungsfähigkeit von Unternehmen und ihren Mitarbeitern.

Nachfrageorientierung und neue Formate reichen nicht

Klassisches „Lernen auf Vorrat“ mit 2 bis 3 Seminaren im Jahr kann den veränderten Herausforderungen der Arbeitswelt nicht mehr gerecht werden. Zumal der Effizienz durch den mangelnden Transfer des Gelernten in den Arbeitsprozess häufig unzureichend ist. Vielmehr bedarf es des nachfrageorientierten Lernens, d.h. der Unterstützung beim Lösen aktueller Problemstellungen. Bisher bestehende Grenzen zwischen Arbeit und Lernen verschwimmen. Alles geht ineinander über und wird zunehmend miteinander verwoben sein. Lernen wird damit zum integralen Bestandteil von Arbeitsprozessen.

Erkennbar an neuen Formaten (vielfach IT-gestützt) und Möglichkeiten wird Lernen zunehmend  vor allem effizient, orts- und zeitnah gestaltet sein. Mitarbeiter sollen sich so schnell in neue Themen einarbeiten, flexibel auf neue Herausforderungen reagieren und neue Anforderungen erkennen können. Dabei wird Lernen zunehmend vom Mitarbeiter selbstgesteuert, schließlich kennen sie selbst ihren Lernbedarf am besten. Die damit einhergehende steigende Verantwortung für eigene Lernprozesse stellt allerdings hohe Anforderungen an Mitarbeiter. Lernkompetenzen sind deshalb Schlüsselfaktoren für die Gestaltung von Lernprozessen, Motivation und Lernbereitschaft und damit für effizientes Lernen.

Neue Rollen für Führungskräfte und Personalentwicklung

Mehr Verantwortung der Mitarbeiter für Lernen und Weiterentwicklung verändert auch die Rolle der Führungskräfte, die zunehmend zum LernCoach für ihre Mitarbeiter werden, sie beim Lernen unterstützen und begleiten. Führungskräfte stehen Mitarbeitern in schwierigen Lernphasen zur Seite, unterstützen bei der Schaffung von Lernbedingungen und fördern die Integration des Lernens in den Arbeitsprozess.

Die Personalentwicklung gewinnt u.a. als Förderer und Unterstützer einer positiven Lernkultur als Rahmenbedingung für kompetenzorientiertes Lernen und Weiterbildung im Unternehmen an Bedeutung. Personalentwicklung bietet nicht mehr einen vorgefertigten Katalog von Lernangeboten, vielmehr orientiert sie sich an den Bedürfnissen der Mitarbeiter, unterstützt Lernkompetenzen und gestaltet Lernmöglichkeiten.